Die Pilotstrecke

 

Der elektrische 18 T E- LKW wird für mittlere Distanzen eingesetzt. Dadurch kann die Streckenleistung des Fahrzeugs deutlich erhöht werden, was die spezifischen Fahrzeugkosten entsprechend senkt. Zugleich sollen die Wirkungen im Bereich Treibstoffkosten auf mittleren Distanzen im Vergleich Diesel vs. Batteriewechselstation ermittelt werden.

 

Ein weiterer Aspekt besteht in der Erprobung der Standfestigkeit des Antriebssystems bei täglichen Streckenleistungen bis zu 1000 km und ein daraus möglicherweise erwachsender Vorteil im Bereich der Service- und Instandhaltungskosten durch die vergleichsweise Einfachheit des elektrischen Antriebsstranges.

 

Das Batteriewechselsystem wird vergleichbar dem Tesla-Modell eingesetzt: dort werden Schnellladestationen entlang der Hauptreiseachsen der PKW angeordnet. In RouteCharge sollen an einer Hauptachse des Güterverkehrs des Pilotpartners Meyer&Meyer im Abstand von etwa 150 km Batteriewechselstationen realisiert werden. Meyer&Meyer betreibt in Peine ein großes Zentrallager von dem tägliche Pendelfahrten nach Potsdam-Fahrland erfolgen. Von dort erfolgt die Feinverteilung im Berliner Stadtgebiet, heute bereits teilweise mit elektrischen LKW. Nunmehr soll die Gesamtstrecke von Peine bis zum Kunden elektrisch bedient werden.

 

Dazu sind Wechselstationen in Peine und Berlin Westhafen (den Endpunkten der Relation) erforderlich und eine Zwischenstation in der Mitte der Strecke. D.h. mit drei Wechselstationen ist die Gesamtstrecke für e-LKW darstellbar.

 

Die Steuerung der Ladeprozesse der örtlich verteilten Stationen erfolgt durch die

Flottendisposition, so dass gewährleistet ist, dass Fahrzeuge mit Batteriewechselbedarf keine Wartezeiten an den Wechselstationen haben.